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bibliography
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Musikfreunde
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Daniel Ender: Arien der anderen Art, in:"Musikfreunde"das Magazin der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, Dezember 2012
Fasziniert von der ausdrucksstarken Sprache, vertonte Christian Diendorfer in seinen „Hubano Arien“ Texte des Gugginger Künstlers Ernst Herbeck. Unter der Leitung von Peter Keushcnig heben das Ensemble Kontrapunkte und Barition Adrian Eröd den neuen Liederzyklus am 17. Dezember aus der Taufe. „Zum Komponieren eines Vokalwerkes brauche ich Texte, die mich hundertprozentig packen“, sagt Christian Diendorfer zu Beginn des Gesprächs in einem Wiener Innenstadtcafé. Und diese Aussage ist durchaus wörtlich zu nehmen. Abgesehen von sehr frühen Werken verspürte der gebürtige Niederösterreicher nur zweimal die dringende Notwendigkeit, Texte in Musik zu setzen, und beide Male jenseits üblicher literarischer Vorlagen: „Einmal bei Jenny Holzer, die gar keine Dichterin ist, sondern Konzeptkünstlerin. Und beim zweiten Mal bei Ernst Herbeck, dessen Texte mich ebenfalls ganz unmittelbar angesprochen haben.“
Zusammen und getrennt
Doppelwelt und Sehnsucht
Flamenco-Aura und Vogelgezwitscher
Das eigene Vokabular
In alle Himmelsrichtungen
Im direkten Kontakt Daniel Ender MMag. Dr. Daniel Ender ist freier Musikwissenschaftler und -journalist, Chefredakteur der „Österreichischen Musikzeitschrift“ und Ständiger Freier Mitarbeiter des „Standard“ sowie der „Neuen Zürcher Zeitung“. Er hat Lehraufträge an den Universitäten Wien, Salzburg und Klagenfurt sowie an der Musikuniversität Wien inne. |
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Masterarbeit Kunstuniversität Graz
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…ist eine spielerische Art bei Nacht
Christian Diendorfer - ein österreichischer Komponist des 21. Jahrhunderts Zu Einzelaspekten des kompositorischen Schaffens von Christian Diendorfer
Zwölfer, Lara |
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Hörgänge
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Rainer Lepuschitz: Souffleusen für Kammerensemble, in: Spiegel. Komponieren in Österreich 2000, Hörgänge 25. März - 14. April, Wien 2000, S.160 f.Christian Diendorfers Komponieren geht in vielen seiner Werke stark vom Wort und von der Sprache aus. Dennoch finden sich in seinem Werkkatalog kaum Vokalkompositionen oder Vertonungen von Texten. Diendorfer geht nicht von literarischen Stoffen oder Texten aus, vielmehr interessiert ihn der abstrakte Klang des Gesprochenen und der Stimme: Die Vorgangsweise, aus der Beschaffenheit eines bestimmten sprachlichen oder stimmlichen Klanges die Grundlage für seine Kompositionen zu bilden, hat zweifellos viel mit den Beobachtungen zu tun, die Diendorfer bei der Beschäftigung mit elektronischer Musik gemacht hat. Im Anschluss an seine Studienzeit bei Roman Haubenstock-Ramati und Francis Burt in Wien arbeitete Diendorfer an den elektronischen Instituten der hiesigen Musikhochschule und der TU Berlin. In der Folge realisierte er Beschallungskonzepte (beim Donaufestival in Niederösterreich) und Klanginstallationen. Beim Prix Ars Electronica in Linz wurde sein Computerstück Tell Plurabelle (1987) präsentiert. Der darin verwendete Text von James Joyce animierte Diendorfer, sich intensiv mit der klanglichen Beschaffenheit von Worten zu befassen. Seine elektronischen Erfahrungen setzt Diendorfer inzwischen allerdings ohne technische Mittel um. Die Veränderungen und Weiterführungen eines gesprochenen Wortes oder eines Sprechklangs sind ihm vielmehr ein kompositorischer Denkprozess. Die Keimzelle, von denen die Stücke ausgehen und die eben oft von Gesprochenem oder einem Textstück inspiriert sind, begreift Diendorfer als ein Mittel, das in seinem Kopf etwas in Gang setzt und das direkt aus seiner akustischen Umwelt kommt. Neben Wörtern und Wortteilen können auch andere akustische Wahrnehmungen die klangliche Zelle bilden. Das Ausgangsmaterial verändert und erweitert sich zu Geräuschen, rhythmischen Vorgängen und bestimmten Akkorden. Wobei Diendorfer vor allem akustische Ereignisse interessieren, die ihm fremd sind, die neugierig machen oder aufschrecken, weniger solche, die ihm vertraut sind. Auch die Wahrnehmung des von der Sprache geleiteten Rap hat, was nahe liegend ist, Anregung auf Diendorfers eigenes kompositorisches Verhalten gewirkt.
Im Komponiervorgang bleibt Christian Diendorfer aber nicht am Ausgangsmaterial kleben. Die Keimzelle durchlebt einen langen, vielfältigen Wandlungsprozess und ist - losgelöst vom Die meisten Kompositionen Diendorfers spielen mit der Manipulation von Klang. Er Eine signifikante Technik Diendorfers ist die Montage, durch die ihm bisweilen sehr schnellen Folgen Abschnitte aneinander gereiht werden, manchmal das rhythmische und klangliche Gefüge leicht versetzt und verzerrt wird und musikalische Ereignisse kontrastreich aufeinander prallen. Die klangliche Spanne von Diendorfers Musik ist groß: Von abgebrochenen Akkordblöcken über weiche und schmelzende Passagen bis zu flächigen, Diendorfer geht mit unter weit über die herkömmliche instrumentale Klanggebung hinaus. In dem Ensemblestück Schraffur (1995) etwa entsteht auf dem Weg vom Geräusch zum Ton, vom Metrischen zum Fließen eine Wechselbeziehung von scharf gezeichneter und farbig flimmernder Klanggestalt. Erst im Zuge des Kompositionsprozesses baut Diendorfer gegebenenfalls wieder elektronische Klänge ein. In Schraffur verstärken die elektronischen Abschnitte die Nähe zu körperlicher Aktivität (Atmen, stimmliche Äußerungen) und erzeugen damit einen Das 1996 für das Ensemble Kontrapunkte komponierte Stück Souffleusen ist eines von Diendorfers reinen Instrumentalstücken ohne Elektronik, da dies Bedingung des Auftraggebers für die Uraufführung im Brahmssaal des Wiener Musikvereins (30. März 1998) war. Souffleusen geht, wie der Titel schon nahe legt, vom leisen Sprechen aus und hat assoziativ etwas mit der Theaterwelt zu tun (so kippt etwa der Ensembleklang an einer Stelle in eine instrumentale Umsetzung von Klatschen). Das musikalische Vokabular entwirft rhetorische Situationen, in dem die Artikulation In diesem Zusammenhang diente dem Komponisten ein Satz von Ludwig Wittgenstein als Auslöser für viele musikalische Gedanken: Mitunter entsteht der Eindruck, als ob das Ohr des Komponisten - und des Hörers - direkt an einem Kehlkopf lege und dort akustische Signale empfänge, die in der Komposition periodisch wiederkehren. Auch direkte Eindrücke vom Rauschen des Meeres, dem Diendorfer einen gesprochenen Gestus ablauschte, flossen in die Kompositionsstruktur ein. Die Dauern von annähernd seriell konzipierten Tonlängen überlagern sich in bestimmten Abschnitten wellenhaft. 1 Dem Artikel liegt ein Gespräch des Autors mit dem Komponisten zugrunde, das am 25. Jänner 2000 in Wien stattfand. 2 Siehe Einführungstext des Komponisten zur CD setzt fort (Werke Christian Diendorfers, Extraplatte 282-2). |
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Wien Modern
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Carsten Farstner: Christian Diendorfer. Trafo, in: An den Rändern Europas. Wien modern `98, Wien 1998, s. 176f.
Ein funky groove als rhythmisches Modell diente Diendorfer, einem ehemaligen Schüler von Francis Burt und Roman Haubenstock-Ramati, dabei als Ausgangsmaterial. Das verarbeitete er nicht linear (tatsächlich wird der Groove erst im Verlauf des Stückes und nur ansatzweise von einem Kassettenrekorder zugespielt), sondern orientierte sich vor allem am Puls der Musik. Aus der stark akzentuierten und synkopierten Rhythmik des Funkmodells vor allem aber aus dessen klanglicher Artikulation - mit den typischen kurzen, angerissenen und sofort wieder abgewürgten Tönen - gestaltete Diendorfer jene Element, die er dann, in Diese Übersteigerung äußert sich auch im Einsatz der Instrumente, die in Trafo ihre klassischen Grenzen überschreitet. Während das Schlagwerk immer wieder klanglich eingesetzt wird (etwa mit klingendem chinesischen Handmassagekugeln, die auf den Saiten des Flügels gerieben oder aneinander geschlagen werden), spielen die Streicher stark perkussiv; und werden sogar noch in die menschliche Stimme verlängert, wenn die Instrumentalisten selber ihr motorisches Geschrubbe auf gedämpften Saiten mit einem scharf gezischtem Aus einem kommerziellen Elektroniksound entwickelt, setzt sich Trafo also letztlich (wenn auch mit vertauschten Rollen der Instrumente) mit popmusikalischen Spielweisen auseinander: Glatten synthetischen Klängen, Schwingungen im Obertonraum, kratziger, scharfer Perkussion und gestischer Überzeichnung und so sieht Diendorfer auch sein Umspannwerk |
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Prix Ars
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Prix Ars Electronica `87. Meisterwerke der Computerkunst, hg. v. Dr. Hannes Leopoldseder, Verlag H.S.Sauer 1987, S.155 /156 |
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Musik am Bau
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Musique d`ameublement / Paris 1920 - Musik am Bau / Langenlois 1988, in: Hinter den Wänden.Eine Reise durch Räume des täglichen Lebens. Eine Ausstellung in den ehemaligen Sax-Werken in Langenlois, Niederösterreich, Zeitschrift der blau-gelben Galerie Nr. 1/1988, S.102 /103 |
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Musik-Lexikon |
Lexikon zeitgenössischer Musik aus Österreich. Komponisten und Komponistinnen des 20. Jahrhunderts, hg. von Bernhard Günther, Wien. mica1997, S. 349-350f. |
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Affiche |
Amschl, Inge: Die "Klassiker" von morgen. Junge Komponisten in Österreich: Christian Diendorfer und Wolfgang Suppan, In: Affiche, Nr. 103, Okt./Nov./Dez. 2000, S. 6. |
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Österreichische
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Goertz, Harald: Österreichische Komponisten unserer Zeit, hg. v. Österreichischer Musikrat, Beiträge `94 der österreichischen Gesellschaft für Musik, Wien 1994, S. 34. |
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Schweizer
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Suter, Bernhard: Christian Diendorfer:
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I Fiati |
Enzo Filipetti über "an-satz-weise" für Saxophon-Quartett, in: I Fiati, Feb. / März 1996 |
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Pressestimmen zu
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Österreichische Musikzeitschrift 6/2001 : Ursula Magnes
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Der Kurier
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Komponistenportrait im RadioKulturhaus... Zu neuen Ufern bricht Diendorfer aber in seinen jüngsten Werken auf, wo sich der 44-jährige Komponist auch als virtuoser Führer in seelische Abgründe präsentiert. Es ist die Konfrontation mit dem prallen Leben, den existenziellen Nöten und den humanen Sehnsüchten, die Diendorfer in dem kurzen Stück Sehr gestisch, sehr intensiv (und mit elektronischen Einschüben) illustriert Diendorfer diesen |
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schott-musikpaedagogik |
Seiten für Saiten
Verlag/Label: Doblinger, Wien 2007 Nur wenige Gegenwartskomponisten widmen sich der schwierigen Aufgabe, Neue Musik zum Anfassen zu schreiben, will sagen: Brücken zu schlagen von Vokabular und Syntax zeitgenössischer Musik zu deren Realisierbarkeit durch SchülerInnen. Durch ganz Insbesondere, da die Neue Musik der Millenniumsjahre viel von der Hermetik früherer Jahre abgestreift hat, offener, pluralistischer, spielerischer geworden ist, möchte man Komponisten dazu animieren, dem Beispiel Christian Diendorfers zu folgen, der in Seiten für Saiten verschiedene Stilrichtungen und Techniken moderner Musik zu sechs intelligenten, inspirierenden und vor allem schülergerechten Miniaturen verarbeitet hat. Dankenswerterweise enthält die Ausgabe ausführliche Informationen darüber, wer Christian Diendorfer ist: 1957 in Wien geboren, studierte er in seiner Heimatstadt bei Francis Burt und Roman Haubenstock-Ramati und tritt seither mit Kammermusik- und Orchesterwerken sowie mit Arbeiten auf den Gebieten Neues Musiktheater, Klanginstallation, Elektronische Musik und, last but not least, Musikpädagogik hervor. Seit 2003 leitet er Jugendprojekte zur Vermittlung und Erarbeitung Neuer Musik, mehrfach war Diendorfer mit Auftragskompositionen bei Preisträgerkonzerten von Seiten für Saiten ist ein echter Wurf für experimentierfreudige Mittelstufenschüler, wobei sich diese Einordnung sowohl auf den Cello- als auch auf den Klavierpart bezieht. Lediglich für zwei Takte wird beispielsweise dem Cellisten das Erklimmen der 7. Lage zugemutet. Virtuosität im konventionellen Sinn kommt allenfalls in Cellatine, dem zweiten Stück der Sammlung, zur Geltung, Groove und Synkopenfeeling hingegen werden in Pizz! (Nr. 6) abgeprüft. Tanz im All (Nr. 1) präsentiert sich nach ruhigem Beginn als überdrehter Walzer, der im Nirwana unbestimmter Flageoletttöne und stumm niedergedrückter Klaviertasten endet. Ein schlichtes Lullaby (Nr. 4) trennt jene beiden Stücke, in denen Diendorfer seinen InterpretInnen Streifzüge durch die Klang- und Notationswelt Neuer Musik ermöglicht: In Gong Song (Nr. 3) und Improvisierter Vulkan (Nr. 5) finden sich so gut wie keine metrischen Takteinteilungen, dafür Andeutungsnotationen, mit deren Hilfe im Cellopart klangliche Veränderungen auf langen Tönen, Flageolett- Gerhard Anders
uebenundmusizieren.de/artikel/seiten-fuer-saiten/ Piano Comics
Verlag/Label: Helbling, Innsbruck 2016 Die beiden Hefte sind für Klavierlernende des zweiten und dritten Unterrichtsjahrs gedacht. Für diese Zuordnung erscheinen jedoch einige der Stücke zu schwer. Eine spezifische Adressierung wird nicht vorgenommen, die Hefte richten sich nur zum Teil an Jugendliche. Mit Klavierminiaturen an heutige Realitäten von Jugendlichen anzuknüpfen, ist schwierig; Titel wie Das alte Karussell verweisen bereits auf längst Vergangenes. Obwohl vereinzelt Vorbilder durchscheinen (wie Satie, Bartók, Corea), sind Diendorfers Stücke eigenständig in Ausprägung und Klanglichkeit. Beworben werden die Hefte als Heranführung an „neue Klangwelten der sogenannten ernsten Musik, ohne populäre Strömungen auszunehmen“. So fragwürdig die Unterscheidung von E- und U- Musik ist: Hier handelt es sich um auskomponierte Stücke, Maßgaben für Popausgaben wie Akkordbezeichnungen oder Improvisationshinweise finden keine Anwendung. Es soll pro Stück ein spezifischer klaviertechnischer Aspekt in den Fokus gestellt sein; welcher das ist, wird nicht verraten, dies wäre Thema des Klavierunterrichts. Im ersten Band tauchen als technische Übungen z. B. Stützfinger, Arpeggien oder Simultanität verschiedener Anschlagsarten auf. Dabei geht Diendorfer nicht didaktisch reduzierend vor, seine Stücke setzen von vornherein legato, staccato, Handspannen bis zu einer Oktave, Akkordspiel und dynamische Differenzierungsmöglichkeiten voraus. Sie sind nicht immer vorteilhaft zu greifen. Die Stücke sind tonal gehalten, oft sehr frei, mit Freude an Dissonanzen, spezifischen Skalen wie Ganztonleitern, auch fixen Intervallkonstruktionen. Ostinatobildungen finden häufig Anwendung, die Formen sind frei assoziativ, zuweilen fast improvisatorisch oder auch traditioneller gebunden wie in dreiteiligen Liedformen. Einige Titel eröffnen Möglichkeiten zu Assoziationen, die dem Spiel dienlich sein können (z. B. Chaplin tanzt, Der Karawanenzug, Traumstück), andere verweisen auf Gattungen (Quintentango, Choral). Anklänge an Stummfilmmusik (Encore) finden sich ebenso wie an Galopp (Spielerei), Charleston (Blue Comic) oder Rock ’n’ Roll (Shakin’, Shakin’). Die wenigen Angaben zu Fingersätzen sind praktikabel, das Notenbild ist klar und übersichtlich gestaltet, gute Einspielungen auf CD erleichtern das Hörverständnis und den Zugang zum eigenen Spiel. „Komisch“, wie der Titel Comics nahelegen könnte, sind nicht alle Stücke, einige sind nachdenklich oder schroff. Diendorfer gelingt es mit seinen Piano Comics, beim Spiel wie auch beim Hören die Fantasie vielfältig anzuregen. Christian Kuntze-Krakau |
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